ドイツ語『資本論』

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Seitenzahlen verweisen auf: Karl Marx - Friedrich Engels - Werke, Band 23, "Das Kapital", Bd. I, Erster Abschnitt, S. 49 - 98
Dietz Verlag, Berlin/DDR 1968
Erstes Buch
Der Produktionsprozes des Kapitals
__________
Erster Abschnitt
Ware und Geld
__________
ERSTES KAPITEL
Die Ware
1. Die zwei Faktoren der Ware: Gebrauchswert und Wert(Wertsubstanz, Wertgrose)
1. <49> Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine "ungeheure Warensammlung"(1), die einzelne Ware als seine Elementarform. Unsere Untersuchung beginnt daher mit der Analyse der Ware.

2. Die Ware ist zunachst ein auserer Gegenstand, ein Ding, das durch seine Eigenschaften menschliche Bedurfnisse irgendeiner Art befriedigt. Die Natur dieser Bedurfnisse, ob sie z.B. dem Magen oder der Phantasie entspringen, andert nichts an der Sache (2). Es handelt sich hier auch nicht darum, wie die Sache das menschliche Bedurfnis befriedigt, ob unmittelbar als Lebensmittel, d.h. als Gegenstand des Genusses, oder auf einem Umweg, als Produktionsmittel.

3 Jedes nutzliche Ding, wie Eisen, Papier usw., ist unter doppelten Gesichtspunkt zu betrachten, nach Qualitat und Quantitat. Jedes solches Ding ist ein Ganzes vieler Eigenschaften und kann daher nach verschiedenen Seiten nutzlich sein. Diese verschiedenen Seiten und daher die mannigfachen <50> Gebrauchsweisen der Dinge zu entdecken ist geschichtliche Tat (3). So die Findung gesellschaftlicher Mase fur die Quantitat der nutzlichen Dinge. Die Verschiedenheit der Warenmase entspringt teils aus der verschiedenen Natur der zu messenden Gegenstande, teils aus Konvention.

3. Die Nutzlichkeit eines Dings macht es zum Gebrauchswert (4). Aber diese Nutzlichkeit schwebt nicht in der Luft. Durch die Eigenschaften des Warenkorpers bedingt, existiert sie nicht ohne denselben. Der Warenkorper selbst, wie Eisen, Weizen, Diamant usw., ist daher ein Gebrauchswert oder Gut. Dieser sein Charakter hangt nicht davon ab, ob die Aneignung seiner Gebrauchseigenschaften dem Menschen viel oder wenig Arbeit kostet. Bei Betrachtung der Gebrauchswerte wird stets ihre quantitative Bestimmtheit vorausgesetzt, wie Dutzend Uhren, Elle Leinwand, Tonne Eisen usw. Die Gebrauchswerte der Waren liefern das Material einer eignen Disziplin, der Warenkunde (5). Der Gebrauchswert verwirklicht sich nur im Gebrauch oder der Konsumtion. Gebrauchswerte bilden den stofflichen Inhalt des Reichtums, welches immer seine gesellschaftliche Form sei. In der von uns zu betrachtenden Gesellschaftsform bilden sie zugleich die stofflichen Trager des - Tauschwerts.

4. Der Tauschwert erscheint zunachst als das quantitative Verhaltnis, die Proportion, worin sich Gebrauchswerte einer Art gegen Gebrauchswerte anderer Art austauschen (6), ein Verhaltnis, das bestandig mit Zeit und Ort wechselt. Der Tauschwert scheint daher etwas Zufalliges und rein Rela- <51> tives, ein der Ware innerlicher, immanenter Tauschwert (valeur intrinseque) also eine contradictio in adjecto (7). Betrachten wir die Sache naher.

5. Eine gewisse Ware, ein Quarter Weizen z.B. tauscht, sich mit x Stiefelwichse oder mit y Seide oder mit z Gold usw., kurz mit andern Waren in den verschiedensten Proportionen. Mannigfache Tauschwerte also hat der Weizen statt eines einzigen. Aber da x Stiefelwichse, ebenso y Seide, ebenso z Gold usw. der Tauschwert von einem Quarter Weizen ist, mussen y Stiefelwichse, y Seide, z Gold usw. durch einander ersetzbare oder einander gleich grose Tauschwerte sein. Es folgt daher erstens: Die gultigen Tauschwerte derselben Ware drucken ein Gleiches aus. Zweitens aber: Der Tauschwert kann uberhaupt nur die Ausdrucksweise, die "Erscheinungsform" eines von ihm unterscheidbaren Gehalts sein.

6. Nehmen wir ferner zwei Waren, z.B. Weizen und Eisen. Welches immer ihr Austauschverhaltnis, es ist stets darstellbar in einer Gleichung, worin ein gegebenes Quantum Weizen irgendeinem Quantum Eisen gleichgesetzt wird, z.B. 1 Quarter Weizen = a Ztr. Eisen. Was besagt diese Gleichung? das ein Gemeinsames von derselben Grose in zwei verschiednen Dingen existiert, in 1 Quarter Weizen und ebenfalls in a Ztr. Eisen. Beide sind also gleich einem Dritten, das an und fur sich weder das eine noch das andere ist. Jedes der beiden, soweit es Tauschwert, mus also auf dies Dritte reduzierbar sein.

7. Ein einfaches geometrisches Beispiel veranschauliche dies. Um den Flacheninhalt aller gradlinigen Figuren zu bestimmen und zu vergleichen, lost man sie in Dreiecke auf. Das Dreieck selbst reduziert man auf einen von seiner sichtbaren Figur ganz verschiednen Ausdruck - das halbe Produkt seiner Grundlinie mit seiner Hohe. Ebenso sind die Tauschwerte der Waren zu reduzieren auf ein Gemeinsames, wovon sie ein Mehr oder Minder darstellen.

8. Dies Gemeinsame kann nicht eine geometrische, physikalische, chemische oder sonstige naturliche Eigenschaft der Waren sein. Ihre korperlichen Eigenschaften kommen uberhaupt nur in Betracht, soweit selbe sie nutzbar machen, also zu Gebrauchswerten. Andererseits aber ist es grade die Abstraktion von ihren Gebrauchswerten, was das Austauschverhaltnis <52> der Waren augenscheinlich charakterisiert. Innerhalb desselben gilt ein Gebrauchswert grade so viel wie jeder andre, wenn er nur in gehoriger Proportion vorhanden ist. Oder, wie der alte Barbon sagt:
"Die eine Warensorte ist so gut wie die andre, wenn ihr Tauschwert gleich gros ist. Da existiert keine Verschiedenheit oder Unterscheidbarkeit zwischen Dingen von gleich grosem Tauschwert."(8)

9. Als Gebrauchswerte sind die Waren vor allem verschiedner Qualitat, als Tauschwerte konnen sie nur verschiedner Quantitat sein, enthalten also kein Atom Gebrauchswert.

10. Sieht man nun vom Gebrauchswert der Warenkorper ab, so bleibt ihnen nur noch eine Eigenschaft, die von Arbeitsprodukten. Jedoch ist uns auch das Arbeitsprodukt bereits in der Hand verwandelt. Abstrahieren wir von seinem Gebrauchswert, so abstrahieren wir auch von den korperlichen Bestandteilen und Formen, die es zum Gebrauchswert machen. Es ist nicht langer Tisch oder Haus oder Garn oder sonst ein nutzlich. Alle seine sinnlichen Beschaffenheiten sind ausgeloscht. Es ist auch nicht langer das Produkt der Tischlerarbeit oder der Bauarbeit oder der Spinnarbeit oder sonst einer bestimmten produktiven Arbeit. Mit dem nutzlichen Charakter der Arbeitsprodukte verschwindet der nutzlicher Charakter der in ihnen dargestellten Arbeiten, es verschwinden also auch die verschiedenen konkreten Formen dieser Arbeiten, sie unterscheiden sich nicht langer, sondern sind allzusamt reduziert auf gleiche menschliche Arbeit, abstrakt menschliche Arbeit.

11. Betrachten wir nun das Residuum der Arbeitsprodukte. Es ist nichts von ihnen ubriggeblieben als dieselbe gespenstige Gegenstandlichkeit, eine blose Gallerte unerschiedsloser menschlicher Arbeit, d.h. der Verausgabung menschlicher Arbeitskraft ohne Rucksicht auf die Form ihrer Verausgabung. Diese Dinge stellen nur noch dar, das in ihrer Produktion menschliche Arbeitskraft verausgabt, menschliche Arbeit aufgehauft ist. Als Kristalle dieser ihnen gemeinschaftlichen Substanz sind sie Werte - Warenwerte.

12. <53> Im Austauschverhaltnis der Waren selbst erschien uns ihr Tauschwert als etwas von ihren Gebrauchswerten durchaus Unabhangiges. Abstrahiert man nun wirklich vom Gebrauchswert der Arbeitsprodukte, so erhalt man ihren Wert, wie er eben bestimmt ward. Das Gemeinsame, was sich im Austauschverhaltnis oder Tauschwert der Ware darstellt, ist also ihr Wert. Der Fortgang der Untersuchung wird uns zuruckfuhren zum Tauschwert als der notwendigen Ausdrucksweise oder Erscheinungsform des Werts, welcher zunachst jedoch unabhangig von dieser Form zu betrachten ist.

13. Ein Gebrauchswert oder Gut hat also nur einen Wert, weil abstrakt menschliche Arbeit in ihm vergegenstandlicht oder materialisiert ist. Wie nun die Grose seines Werts messen? Durch das Quantum der in ihm enthaltenen "wertbildenden Substanz", der Arbeit. Die Quantitat der Arbeit selbst mist sich an ihrer Zeitdauer, und die Arbeitszeit besitzt wieder ihren Masstab an bestimmten Zeitteilen, wie Stunde, Tag usw.

14. Es konnte scheinen, das, wenn der Wert einer Ware durch das wahrend ihrer Produktion verausgabte Arbeitsquantum bestimmt ist, je fauler oder ungeschickter ein Mann, desto wertvoller seine Ware, weil er desto mehr Zeit zu ihrer Verfertigung braucht. Die Arbeit jedoch, welche die Substanz der Werte bildet, ist gleiche menschliche Arbeit, Verausgabung derselben menschlichen Arbeitskraft. Die gesamte Arbeitskraft der Gesellschaft, die sich in den Werten der Warenwelt darstellt, gilt hier als eine und dieselbe menschliche Arbeitskraft, obgleich sie aus zahllosen individuellen Arbeitskraften besteht. Jede dieser individuellen Arbeitskrafte ist dieselbe menschliche Arbeitskraft wie die andere, soweit sie den Charakter einer gesellschaftlichen Durchschnitts-Arbeitskraft besitzt und als solche gesellschaftliche Durchschnitts-Arbeitskraft wirkt, also in der Produktion einer Ware auch nur die im Durchschnitt notwendige oder gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit braucht. Gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit ist Arbeitszeit, erheischt, um irgendeinen Gebrauchswert mit den vorhandenen gesellschaftlich-normalen Produktionsbedingungen und dem gesellschaftlichen Durchschnittsgrad von Geschick und Intensitat der Arbeit darzustellen. Nach der Einfuhrung des Dampfwebstuhls in England z.B. genugte vielleicht halb so viel Arbeit als vorher, um ein gegebenes Quantum Garn in Gewebe zu verwandeln. Der englische Handweber brauchte zu dieser Verwandlung in der Tat nach wie vor dieselbe Arbeitszeit, aber das Produkt seiner individuellen Arbeitsstunde stellte jetzt nur noch eine halbe gesellschaftliche Arbeitsstunde dar und fiel daher auf die Halfte seines fruhern Werts.

15. <54> Es ist also nur das Quantum gesellschaftlich notwendiger Arbeit oder die zur Herstellung eines Gebrauchswerts gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit, welche seine Wertgrose bestimmt (9). Die einzelne Ware gilt hier uberhaupt als Durchschnittsexemplar ihrer Art (10). Waren, worin gleich grose Arbeitsquanta enthalten sind oder die in derselben Arbeitszeit hergestellt werden konnen, haben daher dieselbe Wertgrose. Der Wert einer Ware verhalt sich zum Wert jeder andren Ware wie die zur Produktion der einen notwendige Arbeitszeit zu der fur die Produktion der andren notwendigen Arbeitszeit. "Als Werte sind alle Waren nur bestimmte Mase festgeronnener Arbeitszeit."(11)

16. Die Wertgrose einer Ware bliebe daher konstant, ware die zu ihrer Produktion erheischte Arbeitszeit konstant. Letztere wechselt aber mit jedem Wechsel in der Produktivkraft der Arbeit. Die Produktivkraft der Arbeit ist durch mannigfache Umstande bestimmt, unter anderen durch den Durchschnittsgrad des Geschickes der Arbeiter, die Entwicklungsstufe der Wissenschaft und ihrer technologischen Anwendbarkeit, die gesellschaftliche Kombination des Produktionsprozesses, den Umfang und die Wirkungsfahigkeit der Produktionsprozesses, und durch Naturverhaltnisse. Dasselbe Quantum Arbeit stellt sich z.B. mit gunstiger Jahreszeit in 8 Bushel Weizen dar, mit ungunstiger in nur 4. Dasselbe Quantum Arbeit liefert mehr Metalle in reichhaltigen als in armen Minen usw. Diamanten kommen selten in der Erdrinde vor, und ihre Findung kostet daher im Durchschnitt viel Arbeitszeit. Folglich stellen sie in wenig Volumen viel Arbeit dar. Jacob bezweifelt, das Gold jemals seinen vollen Wert bezahlt <55> hat. Noch mehr gilt dies vom Diamant. Nach Eschwege hatte 1823 die achtzigjahrige Gesamtausbeute der brasilischen Diamantgruben noch nicht den Preis des 11/2jahrigen Durchschnittsprodukts der brasilischen Zucker oder Kaffeepflanzungen erreicht, obgleich sie viel mehr Arbeit darstellte, also mehr Wert. Mit reichhaltigeren Gruben wurde dasselbe Arbeitsquantum sich in mehr Diamanten darstellen und ihr Wert sinken. Gelingt es, mit wenig Arbeit Kohle in Diamant zu verwandeln, so kann sein Wert unter den von Ziegelsteinen fallen. Allgemein: Je groser die Produktivkraft der Arbeit, desto kleiner die zur Herstellung eines Artikels erheischte Arbeitszeit, desto kleiner die in ihm kristallisierte Arbeitsmasse, desto kleiner sein Wert. Umgekehrt, je kleiner die Produktivkraft der Arbeit, desto groser die zur Herstellung eines Artikels notwendige Arbeitszeit, desto groser sein Wert. Die Wertgrose einer Ware wechselt also direkt wie das Quantum und umgekehrt wie die Produktivkraft der sich in ihr verwirklichenden Arbeit. <1. Auflage folgt: Wir kennen jetzt die Substanz des Werts. Es ist die Arbeit. Wir kennen sein Grosenmas. Es ist die Arbeitszeit. Seine Form, die den Wert eben zum Tausch-Wert stempelt, bleibt zu analysieren. Vorher jedoch sind die bereits gefundenen Bestimmungen etwas naher zu entwickeln.>

17. Ein Ding kann Gebrauchswert sein, ohne Wert zu sein. Es ist dies der Fall, wenn sein Nutzen fur den Menschen nicht durch Arbeit vermittelt ist. So Luft, jungfraulicher Boden, naturliche Wiesen, wildwachsendes Holz usw. Ein Ding kann nutzlich und Produkt menschlicher Arbeit sein, ohne Ware zu sein. Wer durch sein Produkt sein eignes Bedurfnis befriedigt, schafft zwar Gebrauchswert, aber nicht Ware. Um Ware zu produzieren, mus er nicht nur Gebrauchswert produzieren, sondern Gebrauchswert fur andre, gesellschaftliche Gebrauchswert. {Und nicht nur fur andre schlechthin. Der mittelalterlichen Bauer produzierte das Zinskorn fur den Feudalherrn, das Zehntkorn fur den Pfaffen. Aber weder Zinskorn noch Zehnkorn wurden dadurch Ware, das sie fur andre produziert waren. Um Ware zu werden, mus das Produkt dem andern, dem es als Gebrauchswert dient, durch den Austausch ubertragen werden.}(11a) Endlich kann kein Ding Wert sein, ohne Gebrauchsgegenstand zu sein. Ist es nutzlos, so ist auch die in ihm enthaltene Arbeit nutzlos, zahlt nicht als Arbeit und bildet daher keinen Wert.

Fusnoten
(1) Karl Marx, "Zur Kritik der Politischen Okonomie", Berlin 1859, pag. 3. <Siehe Band 13, S. 15> <=
(2) "Verlangen schliest Bedurfnis ein; es ist der Appetit des Geistes, und so naturlich wie Hunger fur den Korper ... die meisten (Dinge) haben ihren Wert daher, das sie Bedurfnisse des Geistes befriedigen." (Nicholas Barbon, "A Discourse on coining the new money lighter. In answer to Mr. Locke's Considerations etc.", London 1696, p. 2, 3.) <=
(3) "Dinge haben einen intrinsick vertue" (dies bei Barbon die spezifische Bezeichnung fur Gebrauchswert), "der uberall gleich ist, so wie der des Magnets, Eisen anzuziehen" (l.c.p. 6). Die Eigenschaft des Magnets, Eisen anzuziehn, wurde erst nutzlich, sobald man vermittelst derselben die magnetische Polaritat entdeckt hatte. <=
(4) "Der naturliche worth jedes Dinges besteht in seiner Eignung, die notwendigen Bedurfnisse zu befriedigen oder den Annehmlichkeiten des menschlichen Lebens zu dienen." (John Locke, "Some Considerations on the Consequences of the Lowering of Interest", 1691, in "Works", edit. Lond. 1777, v. II, p. 28.) Im 17. Jahrhundert finden wir noch haufig bei englischen Schriftstellen "Worth" fur Gebrauchswert und "Value" fur Tauschwert, ganz im Geist einer Sprache, die es liebt, die unmittelbare Sache germanisch und die reflektierte Sache romanisch auszudrucken. <=
(5) In der burgerlichen Gesellschaft herrscht die fictio juris, das jeder Mensch als Warenkaufer eine enzyklopadische Warenkenntnis besitzt. <=
(6) "Der Wert besteht in dem Tauschverhaltnis, das zwischen einem Ding und einem anderen, zwischen der Menge eines Erzeugnisses und der eines anderen besteht." (Le Trosne, "De l'Interet Social", [in] "Physiocrates", ed. Daire, Paris 1846, p. 889.) <=
(7) "Nichts kann einen inneren Tauschwert haben" (N. Barbon, l.c.p. 6), oder wie Butler sagt:
"Der Wert eines Dings
ist grade so viel, wie es einbringen wird." <=
(8) "One sort of wares are as good as another, if the value be equal. There is no difference or distinction in things of equal value ... One hundred pounds worth of lead or iron, is of as great a value as one hundred pounds worth of silver and gold." <" ... Blei oder Eisen im Werte von einhundert Pfund Sterling haben gleich grosen Tauschwert wie Silber und Gold im Werte von einhundert Pfund Sterling."> (N. Barbon, l.c.p. 53 u. 7.) <=
(9) Note zur 2. Ausg. "The value of them (the necessaries of life) when they are exchagend the one for another, is regulated by the quantity of labour necessarily required, and commonly taken in producing them." "Der Wert von Gebrauchsgegenstanden, sobald sie gegeneinander ausgetauscht werden, ist bestimmt durch das Quantum der zu ihrer Produktion notwendig erheischten und gewohnlich angewandten Arbeit." ("Some Thoughts on the Interest of Money in general, and particularly in the Public funds etc.", London, p. 36, 37.) Diese merkwurdige anonyme Schrift des vorigen Jahrhunderts tragt kein Datum. Es geht jedoch aus ihrem Inhalt hervor, das sie unter Georg II., etwa 1739 oder 1740, erschienen ist. <=
(10) "Alle Erzeugnisse der gleichen Art bilden eigentlich nur eine Masse, deren Preis allgemein und ohne Rucksicht auf die besonderen Umstande bestimmt wird." <=
(11) K. Marx, l.c.p.6. <Siehe Band 13, S. 18> <=
(11a) Note zur 4. Aufl. - Ich schiebe das Eingeklammerte ein, weil durch dessen Weglassung sehr haufig das Misverstandnis entstanden, jedes Produkt, das von einem andern als dem Produzenten konsumiert wird, gelte bei Marx als Ware. - F. E. <=